Das Amtsgericht im deutschen Augsburg hat gestern das Insolvenzverfahren der Druckmaschinenherstellerin Manroland AG eröffnet. Diese hat ihr Hauptwerk in Augsburg, die für den Verpackungsdruck relevanten Bogenoffsetmaschinen werden im Werk im deutschen Offenbach hergestellt. Wirtschaftsprüfer Werner Schneider von der Kanzlei Schneider, Geiwitz und Partner ist zum Insolvenzverwalter bestellt worden. Nach den vorliegenden aktuellen Zahlen können rund 55 Prozent der Arbeitsplätze des insolventen Unternehmens durch das Verkaufskonzept gerettet werden. (siehe Pack aktuell Meldung vom 19. Janaur: < http://www.packaktuell.ch/news/unternehmen/2012/1/18/insolventer-druckmaschinenhersteller-manroland-aufteilung-in-drei-gesellschaften.aspx>
"Angesichts der Kürze der Zeit und der Komplexität des Verfahrens ist dieser Wert erfreulich. Trotzdem ist jede Kündigung eigentlich eine zu viel", erklärte Wirtschaftsprüfer Werner Schneider zu diesem Ergebnis.
Schneider lobte auch die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Generalbevollmächtigten der Manroland, Dr. Frank Kebekus, in den vergangenen Wochen. "Wir haben unter starkem Termindruck ein stabiles Fortführungskonzept für das Unternehmen entwickelt", so Werner Schneider. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat Kebekus auch den Antrag auf Eigenverwaltung zurückgezogen und gibt sein Amt bei der insolventen Manroland ab.
Für Mitarbeitende, die nicht in eine der Folgegesellschaften übernommen wurden, besteht das Angebot zum Übertritt in sogenannte Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften (BQG), die heute an allen drei Standorten Augsburg, Offenbach und Plauen ihren Betrieb aufnehmen. Über einen Zeitraum von sechs Monaten bekommen die Mitarbeiter Qualifizierungsmassnahmen und professionelle Hilfe bei der Stellensuche. Laut Schnieder ist die Laufzeit einer Personal- und Qualifizierungsgesellschaft über einen Zeitraum von sechs Monaten ist bei einem grossen Insolvenzverfahren die Regel.

