Die Verwertungsquote von PET-Getränkeflaschen ist im letzten
Jahr wieder auf 81 Prozent gestiegen. 1300 Tonnen mehr
PET-Getränkeflaschen als 2010 konnten rezykliert werden. Das
Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat diese Verwertungsquote ermittelte,
die die bisherige höchste Verwertungsquote von 81 Prozent im Jahr
2009 egalisiert. Insgesamt 38010 Tonnen PET-Getränkeflaschen wurden
letztes Jahr rezykliert. Die Gründe für das Ergebnis sind laut der
Recyclingorganisation PET-Recycling Schweiz vielfältig,
mehrere Massnahmen hätten zur Erhöhung der Quote beigetragen.
Mehr Sammelstellen
PET-Recycling Schweiz habe beispielsweise das Sammelstellennetz
weiter ausgebaut. Jedes Jahr wachse die Zahl der Betriebe, die
PET-Flaschen freiwillig zurücknehmen um durchschnittlich mehr als
2000. Die Organisation Hochrechnungen erwartet, dass noch 2012 die
35000ste PET-Sammelstelle eröffnet wird. So nehmen
Verkaufsstellen von PET-Getränkeflaschen an über 7000 Standorten
die leeren Flaschen zurück. Zusätzlich zu den Verkaufsstellen
leisten die freiwilligen PET-Sammelstellenbetreiber einen wichtigen
Beitrag zum Schweizer PET-Recyclingsystem. Mittlerweile sammeln
über 26400 Betriebe aus dem Arbeits- und Freizeitbereich freiwillig
PET-Getränkeflaschen.
Mit Anti-Litteringkampagnen leistet PET-Recycling Schweiz als
Mitglied der IG für eine saubere Umwelt (IGSU) einen weiteren
Beitrag dafür, dass PET-Getränkeflaschen und andere Verpackungen
nicht weggeworfen, sondern in den dafür vorgesehenen Behältern
entsorgt werden.
Deklarationspflicht vermehrt eingehalten
2010 wurden noch viele PET-Getränkeflaschen undeklariert ins
Ausland verkauft. Diese Exporte wirkten sich negativ auf die
Verwertungsquote aus, weil die vom BAFU präsentierte Quote nur die
gemeldeten PET-Mengen umfasst. BAFU und PET-Recycling Schweiz haben
die unabhängigen Transportunternehmen an die Deklarationspflicht
erinnert. Diese Bemühungen scheinen nun Früchte zu tragen. Die Zahl
der undeklarierten Exporte wurde reduziert und die Zahl der
Entsorgungsunternehmen, die das PET in der Schweiz verwerten, ist
auf 147 gestiegen. Es scheint sich vermehrt die Erkenntnis
durchzusetzen, dass es ökologisch sinnvoller ist, die
PET-Getränkeflaschen in der Schweiz zu verwerten. Ein zusätzlicher
Pluspunkt der inländischen Verwertung ist, dass die Abhängigkeit
gegenüber Dritten vermindert werden kann, wenn die
Sekundärrohstoffe in der Schweiz bleiben.


